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Maske - ja oder nein?

18.05.2020

Von den akustischen Auswirkungen des Mundschutzes in Bezug auf Kommunikation.

Als Verfasser von Texten rund ums Thema Hören greife ich oft auf die Bezeichnung "anspruchsvolle Hörsituation" zurück. Diese Aussage umfasst sämtliche Faktoren, die unser Sprachverstehen negativ beeinflussen.

In den letzten Wochen ist ein, von mir bisher unbeachteter, Faktor hinzugekommen. Der Mundschutz. Wir begegnen ihm nicht mehr nur im Gesundheitswesen, sondern eben überall.

Die Maske verdeckt die Hälfte des Gesichts. Was die so wichtige Kommunikation mit Mitmenschen erheblich erschwert. Das Gegenüber kann nur eingeschränkte Mimik erkennen. Zusätzlich werden Menschen, die von den Lippen lesen, durch die abgedeckte Mundpartei sozusagen sozial ausgeschlossen. Aber auch Normalhörende spitzen ihre Ohren. Laut den Messungen des Hörhauses Tuttlingen in Deutschland dämmt eine gebräuchliche OP-Maske ab 2 kHz um etwa 5 Dezibel. Eine FFP3-Maske in Kombination mit einem Visier sogar um ca. 10 dB. In einem geschützten Raum stellt eine Dämmung von 5 dB kein Problem dar. Anders verhält es sich, sobald die Umgebung von Störgeräuschen beeinflusst wird.

Es liegt mir fern, Ihnen zu einem Mundschutz oder davon abzuraten. Sie sollen sich wohl fühlen. Wichtig ist einzig, dass wir unsere Mitmenschen achten. Ihre Entscheidung für oder gegen die Maske gilt es zu respektieren. So zeigen wir Menschlichkeit.

Lesen Sie hier die Details zu den Messungen des Hörhauses Tuttlingen.

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