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Eva Mayer (67),
Theaterfrau & Hörsystemträgerin

Eva Mayer Christian Malär

«Nehmt euer Hörproblem selbst in die Hand!»

Eva Mayer sprüht vor Lebensfreude. Sie unterstreicht ihre Worte mit lebhaften Gesten und aussagekräftiger Mimik. Bei ihr weiss man, woran man ist. Ohne ihre Hörgeräte wäre die Theaterfrau jedoch ein armer Teufel.

Dass sie eines Tages auf eine Hörhilfe zurückgreifen würde, wusste Eva Mayer schon lange Zeit vorher. Nicht, weil bereits ein grosser Hörverlust vorhanden gewesen wäre, sondern aufgrund der Hörschwäche mütterlicherseits. Ein paar Jahre vor ihrer Pension hat sie sich dem Problem dann angenommen. Auf Eigeninitiative. Und hat es nie bereut. Ihr Leben hat sich seither verändert. Als gesellschaftliebende Person, umgibt sie sich gerne mit anderen Menschen. Mit dem Hörsystem kann sie besser zuhören, besser verstehen und auf ihre Gesprächspartner eingehen. Aber nur, weil ihr Hörsystem gut eingestellt ist, betont die routinierte Hörgeräteträgerin. Die Anpassung eines Hörsystems, wie auch die einer Brille, betrachtet sie als grosse Vertrauenssache.

Portraitfoto von Eva Mayer

Aktiv ist Eva Mayers zweiter Name. Sie beginnt ihren beruflichen Werdegang bei der Post, wechselt zur Krankenpflege, dann zur Fusspflege und landet schliesslich in der Gastwirtschaft. Mit der Erlebnisgastronomie der anderen Art «im Stall» in Churwalden. Wo die begeisterte Hobbyköchin teil der SRF-Sendung «Mini Beiz – dini Beiz» wird. Auch beim Format «Mini Chuchi – dini Chuchi» steht sie vor der Kamera. Eine Sendung, die sie heute noch verfolgt. Ihre wöchentlichen Kreationen postet Eva Mayer erfolgreich bei Instagram. Eine der wenigen Konstanten in ihrem Leben stellt die Schauspielkunst dar. Auf der Bühne erweckt Eva Mayer ihre Rolle zum Leben. Sie setzt sich intensiv mit der Figur auseinander, bis sie in deren Haut schlüpfen kann. Ihre letzte Rolle ist die der Tourismusdirektorin Nietlispach. Im Stück «Wyberhaagge» des Landschaftstheaters Ballenberg spielt Eva Mayer an der Seite von Beat Schlatter und vier echten (!) Schwingerkönigen. Ihre Hörgeräte sind dabei am Ohr, nebst dem Mikrofon und der Brille. Schmunzelnd meint sie, dass es schon Übung braucht, um alles zu «büschelen». Und sie erinnert sich daran, wie sich mitten in ihrer Ansprache als Tourismusdirektorin, ein Hörgerät selbständig gemacht hat. Oder wie beim Schlussapplaus – jede Aufführung endet mit einer Standing Ovation – der grosse Schauspielkollege neben ihr die Arme in die Luft reisst und somit ihre sorgfältig arrangierte Technik am Ohr ins Straucheln bringt.

Eva Mayer fühlt wie eine Schauspielerin, nennt sich aber lieber Theaterfrau. Sie hat das Schauspiel in Modulen erlernt und nie die klassische Schauspielausbildung absolviert. Damals hat sie sich für die Ehe und Familie entschieden. Die Familie betrachtet sie als wichtigsten Teil ihres Lebens und geniesst das Zusammensein mit ihren Enkelkindern. Für die Menschheit wünscht sich die aktive Pensionärin mehr Bescheidenheit. «Wir müssen nicht immer alles haben», meint sie. «Zurück zum Ursprung, zurück zur Natur und wir würden uns besser wahrnehmen können.» Daher verbringt sie viel Zeit im Garten, bei ihren Kräutern und sammelt Pilze. Eva Mayer blickt ohne Reue auf ihr bisheriges Leben zurück. Das einzige Vorhaben, das sie nicht in die Tat umgesetzt hat, war ein Aufenthalt in England, um die dortige Sprache zu lernen.

Aber auch mit bescheidenen Englischkenntnissen ist die humorvolle Theaterfrau im richtigen Moment am rechten Ort. Und somit im Besitz eines einzigartigen Bildes. Die Fotografie zeigt Eva Mayer an der Seite von den vier Schwingerkönigen Matthias Glarner, Matthias Sempach, Kilian Wenger und Christian Stucki und ihrem Schauspielfreund Beat Schlatter. Keine andere Frau besitzt ein Bild mit diesen fünf Schweizer Persönlichkeiten. Darum hält sie es in Ehren und lächelt gleichzeitig etwas wehmütig, weil die Theatersaison zu Ende ist. Aber Eva Mayer wäre nicht Eva Mayer wenn sie nicht schon ein neues Projekt im Kopf hätte.

Pascal Kessler im Gespräch mit Eva Mayer
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